Neurodermitis? Gerötete und juckende Haut?

Eine Nahrungsmittelallergie kann diese Symptome auslösen

Die Haut ist mit bis zu 2 m² das größte Sinnesorgan des Menschen und steht in direktem Kontakt mit der Umwelt. Wird die Haut irritiert oder verletzt, ist das Wohlbefinden damit deutlich eingeschränkt. Für die Gesundheit der Haut ist ein intaktes Immunsystem entscheidend. Nicht nur mechanische Verletzungen und Krankheitserreger, sondern auch eine allergische Reaktion des Immunsystems kann der Haut Schaden zufügen. Auch eine Nahrungsmittelallergie kann hier eine Rolle spielen. Psoriasis (Schuppenflechte) und Neurodermitis (atopische Dermatitis) sind häufige Erkrankungen der Haut, die mit einer Nahrungsmittelallergie in Zusammenhang stehen können.

Psoriasis

Typische Symptome der Psoriasis (Schuppenflechte) sind scharf begrenzte, rot schuppende und zum Teil juckende Flecken auf der Haut. Psoriasis (Schuppenflechte) ist nicht angeboren, sondern tritt erst im Laufe des Lebens aufgrund von genetischen Faktoren auf. Weitere Risikofaktoren für das Auftreten von Psoriasis (Schuppenflechte) sind z.B. mechanische Reize, chronische Schädigungen der Haut oder Medikamente. Auch eine IgG-Nahrungsmittelallergie kommt als Auslöser in Frage.

Neurodermitis

Bei Neurodermitis handelt es sich um eine Ekzemerkrankung der Haut. In der Fachliteratur wird für Neurodermitis auch der Begriff „atopische Dermatitis“ verwendet. Dieser Begriff setzt sich zusammen aus Atopie und Dermatitis (= Ekzem). Unter einer Atopie versteht man die Bereitschaft, auf bestimmte äußere Substanzen überempfindlich zu reagieren. Neurodermitis ist vermutlich angeboren. Ob und in welchem Ausmaß die Krankheit ausbricht, hängt großteils von Umweltfaktoren, wie z.B. Stress oder Kontakt mit reizenden Substanzen (Kontaktallergenen) ab. Auch Nahrungsmittel können bei entsprechender genetischer Veranlagung bei Neurodermitis-Betroffenen eine Typ-I-Allergie durch IgE-Antikörper auslösen oder verstärken. Bei einigen Betroffenen findet man jedoch auch stark erhöhte Werte von IgG-Antikörpern, die auf eine verzögerte Nahrungsmittelallergie vom Typ III hinweisen.

Mit Hilfe des ImuPro-Bluttests kann gemessen werden, gegen welche Nahrungsmittel erhöhte IgG-Antikörperwerte gebildet werden. Werden die so identifizierten Nahrungsmittel über eine gewisse Zeit ausgelassen, besteht die Chance auf Besserung der Beschwerden von Psoriasis- und Neurodermitis-Patienten.

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