Reizdarmsyndrom

Einige Symptome des Reizdarmsyndroms können Folge einer IgG-Nahrungsmittelallergie sein

Der Reizdarm, auch Reizkolon genannt, ist eine Störung im Magen-Darm-Trakt, bei der Durchfälle, Verstopfung, Bauchschmerzen, Blähungen und andere Darmprobleme auftreten. Die Betroffenen leiden zum Teil unter erheblichen Beschwerden. Bei manchen der Patienten ist die Lebensqualität stark eingeschränkt: Sie sind nicht mehr in der Lage zu arbeiten oder am sozialen Leben teilzunehmen, sogar kurze Reisen können unmöglich sein.

Die Intensität der Beschwerden variiert von Patient zu Patient; manche leiden nur von Zeit zu Zeit unter den Reizdarmsymptomen, andere sind ständig davon betroffen. Die Symptome können sich auch mit zunehmendem Alter verschlimmern. Reizdarm kann ohne jegliche Vorwarnung auftreten,  manchmal aber auch nach einer Darminfektion. Psychischer Stress kann ebenfalls eine Rolle spielen.

Standard-Therapien bestehen in der Regel aus Medikamenten wie Stuhlweichmachern oder Abführmitteln, die die Symptome unter Kontrolle halten. Da die Reizdarmsymptomatik mitunter mit dem Verzehr bestimmter Lebensmittel in Verbindung gebracht wird, entwickeln viele Betroffene komplizierte und stark einschränkende Diäten – ein weiterer Verlust an Lebensqualität.

Ein IgG-Test, gefolgt von einer Eliminations- und Provokationsdiät, kann einen anderen Therapieansatz bieten. ImuPro ermöglicht es Ihnen, Ihre Ernährung auf Basis des Test-Resultats sehr gezielt zu verändern. Erfahren Sie mehr.

Häufige Symptome bei Reizdarm

  • Verstopfung und Durchfall (manchmal im Wechsel)
  • Bauchschmerzen
  • Stuhlveränderungen
  • Blähungen
  • Völlegefühl
  1. Mehr erfahren über Reizdarm und IgG-Allergie

    diagnoseDiagnose des Reizdarmsyndroms

    Nach wie vor gibt es keine Untersuchung, die ein Reizdarmsyndrom sicher nachweist. Deshalb beruht die Diagnose auf einer so genannten Differentialdiagnostik. Das bedeutet, dass der Arzt zunächst andere mögliche Ursachen für die Beschwerden ausschließen muss.

    diagnoseUrsache des Reizdarmsyndroms

    Die Ursachen sind nach wie vor nicht genau geklärt. Wissenschaftliche Studien zeigten jedoch, dass bei der Ausbildung von Reizdarm unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen. Eine schwache chronische Entzündung wird als ein möglicher Auslöser genannt. Erhöhte IgG-Antikörperwerte von bestimmten Nahrungsmitteln können solche Entzündungen verursachen. Mittlerweile gibt es Hinweise, dass Symptome des Reizdarms Resultat einer verzögerten Nahrungsmittelallergie sein könnten. Falls es tatsächlich eine Immunreaktion bei Nahrungssmitteln gibt, so kann ein IgG-Test wie ImuPro diese ermitteln. Eine Eliminationsdiät auf Grundlage des Testergebnisses kann zu einem erheblichen Rückgang der Reizdarm-Beschwerden führen und zu mehr Lebensqualität, denn die individuellen Ernährungsempfehlungen ermöglichen einen abwechslungsreichen Speiseplan.

    diagnoseWissenschaftliche Ansätze Reizdarmsyndrom und IgG

    Es gibt einige Studien die auf eine Zusammenhang zwischen erhöhtem nahrungsmittelspezifischen IgG Antikörper-Level und Reizdarmsyndrom hinweisen. Eine dieser Studien ist folgende: „Food elimination based on IgG antibodies in irritable bowel syndrome: a randomised controlled trial“ von Atkinson et al. (2004).

    An dieser Studie nahmen 150 Patienten mit unkomplizierten Formen des Reizdarmsyndroms teil. Von der Studie ausgeschlossen waren u.a. Patienten, die außerdem eine Zöliakie, Laktoseintoleranz oder ernsthafte weitere Erkrankungen aufwiesen. 131 Patienten schlossen die Studie ab. Die eine Hälfte der Studienteilnehmer erhielt über zwölf Wochen eine vorgetäuschte Diät und die andere Hälfte eine Diät, bei der Nahrungsmittel ausgelassen wurden, für welche erhöhte IgG-Antikörperwerte im Blut festgestellt worden waren. Signifikant war insbesondere die Verringerung der Symptome bei Patienten, die sich vollständig an die Diät hielten. Eine IgG-basierte Auslassdiät könnte also eine wirksame Methode zur Symptomreduktion beim Reizdarmsyndrom darstellen.

    Die Studie „The value of eliminating foods according to food-specific Immunglobulin G antibodies in irritable bowel syndrome with diarrhoea“ von Guo et al. 2010 weist ebenso auf einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Reizdarmsyndrom und einer verzögerten Nahrungsmittelallergie hin.
    In dieser Studie wurde für 77 Patienten mit Reizdarmsyndrom mit Diarrhoe und ohne sonstige Begleiterkrankungen im Vergleich zu einer Gruppe von 26 Patienten ohne Reizdarmsyndrom ein signifikant größerer Anteil von Reizdarm-Patienten mit erhöhtem IgG-Spiegel im Vergleich zu Personen ohne Reizdarmsyndrom festgestellt. Die nachfolgende Auslassdiät auf Basis der erhöhten IgG-Antikörperwerte bei 35 Patienten brachte eine signifikante Verbesserung der Reizdarm-Beschwerden mit sich.

    Weitere Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Reizdarmsyndrom und einer verzögerten Nahrungsmittelallergie ergeben sich aus der Studie „IgG-based elimination diet in migraine plus irritable bowel syndrome“ von Aydinlar E. et al (2013).

    An dieser Studie nahmen 21 Patienten teil, die sowohl an einem Reizdarmsyndrom als auch an Migräne litten. Eine IgG-basierte Auslassdiät reduzierte sowohl die Reizdarmbeschwerden als auch die Migränehäufigkeit signifikant.

    Mit Hilfe des ImuPro-Bluttests kann gemessen werden, gegen welche Nahrungsmittel erhöhte IgG-Antikörperwerte gebildet werden. Werden die so identifizierten Nahrungsmittel über eine gewisse Zeit ausgelassen, besteht die Chance auf Besserung der Beschwerden von Reizdarm-Patienten.

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